„We are the Robots“ – KI-TT 1.0 aus Sicht unserer Studentin

„We are the Robots“ – KI-TT 1.0 aus Sicht unserer Studentin

Ich heiße Suska und studiere Online-Redaktion an der TH Köln im ersten Semester. Am 6. Juni habe ich das erste Bootcamp zum Thema Künstliche Intelligenz besucht, in dem sich alles um “Die Welt der Roboter” drehte. Organisiert wurde das Bootcamp von zwei Dozentinnen meines Studiengangs und einigen Kommilitonen. Hier kommt meine Sicht auf den Tag.

Die Rotunde in der Südstadt diente als Veranstaltungsort. Neben dem Sitzbereich für das Publikum und dem Bereich der Speaker gab es vier Touchpoints, an denen einige Innovationen ausgestellt wurden: Das Robotikum der Uni Marburg, in dem Kinder Kontakt mit Robotern aufnehmen können, das KI.XOSKELETT der HTWK Leipzig, wobei es sich um eine intelligente Beinprothese handelt, das Projekt KI Mobil der TH Köln / Campus Deutz, welches mittels einer Virtual-Reality-Brille neuronale Netzwerke darstellt, und eine Werkschau der Fakultät für Informatik der TH Köln, die unter anderem Kindern das Programmieren beibringt und ihnen Robotik vorstellt. Das Bootcamp bestand aus drei Impuls-Vorträgen und interaktiven Phasen zwischen den einzelnen Vorträgen, in denen die Besucher mit den Touchpoints interagieren konnten. 

Bei Künstlicher Intelligenz handelt es sich um ein Thema, das mich schon immer sehr interessiert hat, und am neugierigsten war ich auf die einzelnen Touchpoints. Speziell auf das Exoskelett war ich gespannt, da ich so eines noch nie aus der Nähe gesehen hatte.

Der erste Vortrag stellte Fragen danach, wie sich eine KI vom Menschen unterscheidet und wie beide miteinander verglichen werden können. Nach der ersten interaktiven Phase folgte der zweite Vortrag zum Thema “Social Robotics im Bildungskontext”, in dem Chancen und Risiken von Robotern in Klassenzimmern und Kindergärten erläutert wurden. Im dritten und letzten Vortrag “KI in der Medizin und politische Rahmenbedingungen” wurde erläutert, in welchen Bereichen KI in der Medizin bereits eingesetzt wird und welcher Weg noch vor uns liegt.

Am meisten haben mir die interaktiven Phasen gefallen, in denen ich alle Touchpoints besichtigen konnte. An dem Touchpoint der Informatiker aus Gummersbach wurden kleine Roboter ausgestellt, die benutzt werden, um Kinder in Kontakt mit Robotik zu bringen, und kleine Displays, um Kindern das Programmieren beizubringen.

Der Roboter Miki, der auf Kommando tanzt oder geht, war einer der Roboter, der am Touchpoint der Uni Marburg zu sehen war. Miki hat ein sehr sensibles Gehör und anfangs war es für den kleinen Roboter etwas schwer, auf unsere Kommandos zu antworten, da in der Rotunde eine hohe Geräuschkulisse herrschte. Am Ende hat er dann aber doch noch ein bisschen für uns getanzt.

Am Touchpoint des „KI Mobil“-Projekts konnte ich eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen und in eine Welt eintauchen, die neuronale Netzwerke darstellt. Es war sehr ungewöhnlich, die Brille zu benutzen, da ich wirklich nichts anderes sehen konnte als das, was auf dem Display der Brille angezeigt wurde. Ich dachte immer, man hätte doch noch irgendwie einen Sinn für das, was in der Außenwelt passiert. Aber tatsächlich steckt man mit der Brille komplett in der virtuellen Welt. Es war irgendwie unwirklich, eine komplett virtuelle Welt zu sehen und gleichzeitig die „echten“ Geräusche aus dem Raum zu hören, in dem man sich befindet. Außerdem begleitete mich die ganze Zeit die Angst, dass ich jemanden anrempeln könnte, da mein Orientierungssinn komplett weg war. 

Am interessantesten war es, das Exoskelett zu tragen. Ich hatte mir ein Exoskelett immer sehr schwer vorgestellt und auch gedacht, dass es am Körper sehr drücken würde – zwei Annahmen, mit denen ich komplett falsch lag. Das KI.XOSKELETT der HTWK Leipzig liegt angenehm am Bein und drückt kein bisschen – oder zumindest nicht so, dass es sich unangenehm anfühlt.

Das KI.XOSKELETT der HTWK Leipzig, Bilder: Philipp Gabriel

Das Exoskelett war auch relativ leicht, ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Da ich schon immer ein Exoskelett aus der Nähe sehen wollte, war diese natürlich die beste Erfahrung des gesamten Events. Leider konnte das Skelett nicht elektrisch bedient werden; es war aber sehr leicht zu verstehen, wie die Beinprothese im realen Einsatz funktionieren wird.

Frau mit Mikro vor einer Moderationswand
Wrapup der Publikums-Antworten, Bild: Suska Gutzeit

Beendet wurde das Bootcamp mit den Antworten des Publikums auf drei Fragen, die zu Beginn von den Organisatorinnen gestellt wurden: Was macht den Mensch zum Menschen? Wobei kann ein Roboter unterstützen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass wir KI vertrauen? Ganz zum Schluss konnten alle Besucher noch ein Kölsch in der Abendsonne genießen und sich über die Vorträge und Technologien austauschen.

Es war ein wirklich spannender Nachmittag und es hat mir Spaß gemacht, Roboter und andere Innovationen aus der Nähe mitzuerleben. Die Themen der Vorträge waren aktuell und sehr interessant und das Format des Events wurde vom Organisationsteam angenehm gestaltet. Ich freue mich schon sehr auf das Bootcamp 2.0 und bin gespannt, was ich dort alles entdecken und lernen werde.

Autorin: Suska Gutzeit

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